HOVA-WAS?

"Hovawart"-ein seltsam,fast fremdländisch klingender Name für eine Hunderasse!?
Aber es ist doch ein urdeutscher Name; eigentlich sogar eine uralte Berufsbezeichnung.
Gemeint ist hierbei der "Hovewart" oder auch "Hofwart", der Wächter des Hofes,des Habs & Guts es ihn seit Jahrhunderten gibt, aber auch vorallem eine gut 80 Jahre junge Hunderasse.
Diese Rasse wird zwar als eher selten bezeichnet,wird aber seit 1922 als Rassehund gezüchtet und in Zuchtbüchern erfasst.
Die "Hofwarts" sollten im Mittelalter vorallem "nur" die damaligen Höfe bewachen.
Dafür brauchten sie nicht besonders klein,wendig,flink und mit Beutetrieb sein,wie z.B. die damaligen Jagdhunde des Adels,sondern von kräftiger,imposanter Statur,die fähig waren eigenständig zu handeln,nicht wilderten oder herumstreunten.
Anfang des 20.Jahrhundert bis Beginn des 1.Weltkrieges gab es erste Versuche von Bertram König einen Hund vom Typ "Hovewart" zu züchten, indem er verschiedene Rassen mit dem Ziel kreuzte,einen von ihm proklamierten Germanenhund auferstehen zu lassen.
Seine Zuchtbemühungen wurden im 1.Weltkrieg verhindert und das Wissen hierüber ging in den Kriegswirren unter.
Ein erneuter Zuchtversuch wurde nach dem Krieg von Königs Sohn Kurt-Friedrich gestartet.Seine Zuchtziele waren die besonderen Eigenschaften der Rasse.
Seine Züchtungen mussten über eine gewisse Selbstständigkeit verfügen, aber erst in letzter Not eingreifen.Sie mussten Gefahren auf dem Höfen erkennen,Fremde anzeigen, aber gleichzeitig menschenfreundlich sein und keinen Jagdtrieb aufweisen.
K.F. König wollte einen Wachhund schaffen, der nicht erst ausgebildet werden musste,sondern die zuvorgenannten Wesenzüge von Geburt an besaß.
Um dies zu erreichen kreuzte er Kuvasz, Leonberger, Neufundländer, Schäfer-sowie Schweizer Sennenhunde.
Später soll König noch eine Kreuzung mit einer ominösen afrikanischen Wildhündin namens "Tessa" probiert haben.Tessa kam 1940 aber nicht, wie aus ihrem Namen zu schliessen wäre, aus Afrika, sondern als Kriegsbeute aus dem damals besetzten Frankreich.
1948 wurde König zur Gründungsversammlung des neuen "Verband für das deutsche Hundewesen=VDH" eingeladen.Diese Einladung übergab er jedoch an Otto Schramm, den Vorsitzenden der "Coburg Gruppe", der dann den "Rassezuchtverein für Hovawarte =RZV" gründete, der als einziger vom VDH offiziell anerkannt wurde.
Aufgrund von zu streng erschienenen Zuchtauflagen und Zuchtfortsetzungen, die immer mehr von Königs Vorstellungen abwichen, grenzten sich einige Züchter vom RZV ab.
Folgedessen gab es dann 2 Arten des Hovawarts, die des"alten,derben Schlages",welche nach König weitergezüchtet wurden und die des VDH´s bzw RZV´s.
Besonders auffällig ist der Unterschied im Aussehen: die Hovawarte des VDH´s sind schlanker und deshalb auch für den Hundesport Agility geeignet, die vom "derben Schlag" sind kompakter und weniger wendig.
Größe:     

Rüde: 60-70cm
Hündin: 55-65cm
Gewicht:      

Rüde: 30-40kg
Hündin: 25-30kg
Farben:     

blond ( hell bis dunkelblond und rotblond)

schwarz
schwarzmarkend ( schwarz-blond gemustert)
Äußeres:

kräftig& widerstandsfähig
Vorzüge des Charakters:

zuverlässig, gehorsam, intelligent
Charaktermängel (?):

behält seine jugendliche Verspieltheit lange bei
Wachstum:

der Hovawart ist erst mit 3 Jahren ausgewachsen!
Lebenserwartung :

10-15 Jahre
Auch wenn der Hovawart anfangs als Hofwächter gedacht war ( diesen Job erfüllt er heute noch vorzüglich!!!), so ist er doch ein Hund, der in die Familie integriert werden sollteund nicht für Draußen- und / oder Zwingerhaltung geeignet ist!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Familie vom Salzfeld
Familie vom Salzfeld
Austellung 2013
Austellung 2013